Elternzeit auf Korsika

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Elternzeit Teil 1:Korsika

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Nach unserem Familienzuwachs im lezten Jahr gab es viele Ideen und Wünsche, wie wir unsere Elternzeit gestalten könnten. Der Wunsch nach einem möglichst weit entfernten Ziel war groß – verlangte allerdings zwecks Flugbuchung und Vorbereitungen viel Zeit im Vorfeld. Da sich eine solchen Reise aufgrund meiner bis dato befristeten Arbeitssituation nicht wirklich planen ließ, entschieden wir uns kurzfristig  im Oktober einen Monat in Europa die Elternzeit zu  verbringen. Den zweiten Monat würden wir dann – sofern es ein möglicher neue Arbeitgeber zulässt – bis spätenstens Juli 2017 nehmen. Und der Plan ging auf: den 1. Teil der Elternzeit verbrachten wir auf Korsika – und mit viel Glück reißten wir nach meinem Jobwechsel 2017 einen ganzen Monat ins ferne Südafrika. Dazu aber demnächst mehr.
In der Bavella
In der Bavella
Wir hatten knapp  4  Wochen Zeit, um die gesamt Insel zu erkunden. Wandern, Boulder, Klettern, Baden und Zelten standen auf dem Programm.
Woche 1:
Nach der Anfahrt mit Übernachtung am Gardasee und der Fähre von Livorno nach Bastia (von Genua fährt im Oktober gar kein Schiff mehr) trafen wir uns anfang Oktober mit Familie Wagner und Tümmler  in Solenzara im Südwesten der Insel. Es war noch sommerlich war – begrüßt wurden wir jedoch erst mal im strömenden Regen, was die Suche nach der abgelegenen Ferienwohnung erschwerte – erst unter Zuhilfenahme der örtlichen Dorfpolizei fanden wir dann den richtigen Abzweig =)
Bouldern bei capineru
Bouldern bei capineru
 Die anderen beiden Familien waren schon eine Woche auf Korsika und so teilten wir uns die nächsten 7 Tage eine große Ferienwohnung. Bei meist sonnigem Wetter wurde geklettert und gebouldert und nachmittags am Strand abgehangen. Ein Kletter-muss für Korsika ist natürlich die Bavella, ca. 1h schlängelten wir uns die Passstraße nach oben um dann bei doch recht herbstlichen Temperaturen den scharfen Granit im oberen Teil des Gebietes auszutesten. Doch das Panorama und super kletterei entlohnten jede Mühe.  Die Boulderblöcke von Capineru östlich von Bonifatio sind wohl das lohnendste Bouldergebiet auf Korsika – direkt am Meer gelegen und wirklich sehr Kinderfreundlich reihen sich große und kleine Granitblöcke, die schon nach kurzer Zeit Wunde Fingerkuppen schaffen =) Am letzten gemeinsamen Tag machten wir noch ein Sportklettersektor unsicher, wo sogar die Kinder klettern konnten und es dank Stephan Graba eine riesen Portion Eis am Einstieg gab =)
  Woche 2
Da sich unsere Elternzeit nur 1 Wochen mit den Anderen überschnitt, verabschiedeten sich die beiden Familien nun richtung Deutschland. Der Luxus einer Ferienwohnung war nun auch vorbei und wir waren gespannt, wie der weitere Urlaub im Zelt so verlaufen würde – denn die Temperaturen an der Ostküsten waren merklich kühler. Vor allem am Nachmittag zog kühler Wind auf. Da zu dieser Zeit auch nicht mehr alle Zeltplätze geöffnet waren, mussten wir das nehmen was es gab. Doch schon der erste Platz bei Propriano im Osten der Insel war der Hammer. Jeden Morgen um kurz nach 8 drehte das Bäckerauto seine Runde um den Platz, sein morgentliches Hupen war unser Wecker. Bei Chez Antoin hatten wir wirklich eine schöne Zeit – das Zelt direkt hinter den Dünen, und jeden Abend einen herrlichen Sonnenuntergang am Strand. 
Es wurde gebadet und eine Wanderung zum Genuesenturm (Torra di Campomoro) unternommen – die kraxelei war ein echtes Abenteuer für Moritz =)
Wanderung zum Capu Rossu
Wanderung zum Capu Rossu
Dann ging es weiter nach Porto, welches nahe der bizarren Felsenlanschaft Calanche einen super Ausgangspunkt für Wanderungen bietet. Zwei Tage waren wir hier wandern und mussten – nachdem ich unser Zelt bei Sturm und Gewitter mit einem Graben schützen musste – in eine der chicen Holzhütten umziehen. Grund war ein Tornado, welcher im nahen Ajaccio tobte und die örtliche Polizeit uns Anweisung gab, nicht mehr im Zelt zu übernachten.
Der Moment war schon sehr witzig, denn nachdem ich mich vom “Schlammbaden” kurz duschen war und das Wetter leicht besser wurde, kam ein netter Herr vom Zeltplatz zu unserem Zelt und wedelte mit einem Schlüssel in der Hand – die 1. Nacht in der Hütte war zudem noch zum Zeltpreis =) Doch das Wetter war am nächsten Tag wieder schön und wir machten uns auf zum Capu Rossu, was mit knapp 3h Wanderzeit bei ziemlicher hitze schon fast zu viel für die Kinder war…doch der Ausblick vom Genuesenturm war genial. Auch Moritz war aus seinem Mittagsschlaf erwacht und freute sich die „Burg“ erklommen zu haben.

 

 

Woche 3+4
Vorletzte Station der Reise war Algajola, was mir noch aus Kindertagen bekannt war. Ein Zeltplatz direkt am Strand, hinter einem Schienendamm gelegen. Außer ein paar Pärchen im Campingbus waren wir hier die einzigen mit Zelt. Mit kleinen Wanderungen am Fernwanderweg des GR20 vergingen die letzten Tage. Wir schafften es sogar mal „ganz“ früh mit der am Zeltplatz fahrenden Eisenbahn nach Calvi zu fahren um uns die Stadt anzuschauen – eine Zugfahrt von L’Île-Rousse nach Calvi ist wirklich sehr zu empfehlen. Da diese Eisenbahn direkt am Strand langfährt, entdeckt man noch den Ein oder Anderen ruhigen Badestrand. Zum baden war es jedoch nun schon fast zu kalt. Auch die Nächte wurden wirklich frisch, also organisierten wir von da aus noch eine hübsche Ferienwohnung in der Nähe von Algajola und schliefen die letzten Nächte im warmen =) Ein Auflug ins Landesinnere nach Corte stand auch noch auf dem Programm, leider war es etwas regnerisch und als uns eine aufgebrachte Kuh beim Wandern fast den Hang hinuntergestoßen hätte war es dann genug mit dem Wandern 😉
Calvi
Calvi
 Nun waren 3 Wochen schon vorbei und wir nahmen uns noch etwas Zeit, um auf dem Rückweg in Arco am Gardasee Halt zu machen. Die letzten Tage dort waren wirklich schön und wir möchten gern wieder kommen. Alles in Allem bietet Korsika gerade für Familien ein sehr viel, vom Baden, klettern und Bouldern bis hin zu romantischen Dörfern und Gassen ( wo leider im Oktober schon alle Bordsteine hochgeklappt sind).  Die Strände der Westküste sind etwas flacher und weniger vom Wind belagert, im Osten der Insel lässt es sich jedoch besser wandern, besonders in der Calanche kann man einige Tage verbringen. Wir kommen sicher noch mal wieder, besonders wenn die Kinder größer sind gibt es noch viel mehr zu erleben…
Alle Bilder dazu gibt es hier:  FOTOS

Bouldern.Baden.Berge

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Das Motto des diesjährigen Sommerurlaubes:
  • Bouldern im Sundergrund auf Almenwiesen und herrlichem Panorama
  • Baden im kühlen Achensee bei 30° im Schatten
  • Berge soweit das Auge reicht.
Ganz genau ging es Ende Juli für 2 Wochen Richtung Tirol. Erste Station war der Achensee, der einige Zeltplätze in Ufernähe beherbergt und eine prima Ausgangsbasis für zahlreiche Kletter, – Wander- und Badeausflüge bietet. Wir trafen uns Samstag Mittag auf dem Zeltplatz Schwarzenau, der direkt am See liegt und sogar einen Steinstrand hat. Da  am Samstagabend ein großes Gewitter über uns zog, saßen Familie Wetzel/hartmann mit Alex und Franzi im Auto fest, weil sich eine Schlammlawine über die Straße ergoss und diese die einzige Zufahrtsstraße von Süden war. Nuja die “Mur” war schnell von der Straße geräumt und wir hatten 5 super Tage am Achensee.
Gewandert sind wir hier im Oberautal, wo sich der Fluss “Oberau” ins Tal schlängelt und zum kalten Bad einlädt 😉 Auf der Suche nach einem Klettergebiet bei Maurach sind wir auf einige Felsriegel an der Bergstation der Rofanbahn gestoßen. Da wir für die Fahrt mit der Bergbahn unsere Konten hätten leer räumen müssen haben wir uns kurzerhand entschieden, die knapp 900 Höhenmeter mit Kind und Kegel selbst zu laufen. An der Bergstation angekommen haben wir die Suche nach den Kletterfelsen auch gleich aufgegeben, es nahten Gewitterwolken und der Abstieg musste auch noch bewältigt werden. Zum “Ausgleich” durfen wir Männer dann am nächsten Tag alleine losziehen. Ebenfalls 900 Höhenmeter zur Dalfazalm – Ziel war das Klobenjoch wo ich mit Schnubbi die Tour “Strada del Vino” geklettert hab. Ca. 100 m, 4 Seillängen im feinsten scharfen Kalk und guter sicherung an Klebehaken. Die Tour hat den langen Aufstieg definitiv entschädigt, hier könnte man sich mehrere Tage austoben. Nach einem kleinen Abstecher zur Dalfazalm sind wir wieder ins Tal gestiegen und haben und entschieden richtung Zillertal zu fahren.
Auf der Suche nach einem Zeltplatz im Zillertal sind wir natürlich an Mayrhofen nicht vorbei gekommen. Doch der dort angelegte Zeltplatz gleicht eher einer Wohnwagenburg im Kiesbett und ist an Gemütlichkeit kaum zu unterbieten. Also sind wir gleich in Richtung Zillergrund gefahren und haben – welch ein Glück – auf der Wiese vor dem Gasthof zur Au einen Platz zum Zelten gefunden. Für ganze 5€ die Nacht durften wir dort unser Zelt aufschlagen und haben Abends auch die gute Küche im Gasthof genossen =)
Ein richtiger Leckerbissen waren allerdings die Boulderblöcke im Sundergrund. Neben Ziegen und Kühen stehen dort Granitblöcke auf den Almwiesen, die Boulderprobleme in jeder Schwierigkeit bieten. Der wohl bekannteste Bouder hier (Moonwalk) war für uns leider nicht drin, aber dafür jede Menge andere Boulder bis 6c. Neben dem Bouldern waren wir auch an steilen Wänden klettern, genauer in den Ewigen Jagdgründen bei Ginzling. Hierfür fährt man die Zillertal Straße ziemlich weit hinter und erblickt dann im Talboden auf einer großen Wiese nebem einem Fluss die Felsriegel. Der Sportklettergarten bietet wirklich viele Touren, bis zu 2 Seillängen und ist einer der schönsten in der Gegend – Ein muss! Hier kann man sich auch mehrere Tage austoben, und ca 400 m vor dem klettergarten war das campieren auf dem Parkplatz erlaubt!
Da sich hier das Wetter schon verschlechtere haben wir am letzten Tag noch eine Wanderung zur Plauener Hütte unternommen. Hoch über dem Speichersee Zillergründl war das der letzte Tag in den Alpen – so wurden wir vom Gewitter wieder aus den Bergen gescheucht. Die Lange Rückreise wollten wir den Kindern nicht gleich zumuten. Mit einem kurzen Abstecher im Franken mit Klettern am Weißenstein war der Urlaub zuende =(
Die schönsten Bilder gibts hier: BILDER

 

 

Fotos: BAFA BLOXX

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UPDATE: Bilder Online
Große runde Granithaufen, eine grüne Frühlingswiese und zwischen den Kuhfladen sucht sich die kleine Landschildkröte einen ruhigen Platz zum Schlafen.
Auf der angrenzenden Weide treibt der Bauer seine Kühe zusammen und erzählt uns mit Händen und Füßen, welcher der scharfkanigen Blöcke denn am besten zum bouldern sei. Wo wird sind? Am Bafa-See in der Türkei.
Hier gibt es auf über 1000 m² unzählige Boulderblöcke in nahezu jedem Schwierigkeitsgrad – vieles noch unberührt und von Pflanzen umschlungen. Wir haben das junge Bouldergebiet im April besucht und eine Woche in dem kleinen Bauerndorf Kapikiri gewohnt. Trotz 3 Tage Regen waren wir Bouldern, bis die Finger nicht mehr wollten. Seht´s euch an – dieses Mal gibts nen Film von mir =) Die Bilder kommen später…

 

Bafa Bloxx from MiNi on Vimeo.

Elbsandstein Bouldercup 2013

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Wie alles begann..
Nachdem das Hochwasser im Juni diesen Jahres große Schäden in Bad Schandau angerichtet hatte, wurde der Hudycup auf den 24./25. August verschoben. Da meine urspünglichen Teampartner Rosa und Felix den USA-Urlaub für diesen Termin längst gebucht hatten sind Friedemann und Denise eingesprungen um mit mir und Ricardo im Volleyball, Slackline und Bouldern alles zu geben…und mit einem sehr großzügigen Sponsoring vom Rumtreiber war die Motivation natürlich super =)
Am Abend zuvor feierte Stefan seinen 30. Geburtstag, da war der Start des Cup´s um 09:30 doch etwas früh, doch dank der Super Verpflegung vor Ort konnten wir mit reichlich Kaffee direkt im ersten Volleyballspiel antreten. Das 1. Team war stark und so mussten wir uns mit 5:15 geschlagen geben. Im 2. Spiel waren wir dann besser und siegten auf ganzer Linie.
Beim Slacken gab es auch die ein oder andere Überraschung, Ricardo und Ich holten die Höchstpunktzahl, Friedemann lief seine weiteste Strecke überhaupt und Denise war sicher auf der kurzen Line unterwegs.
Am Ende gab es 15 Boulder zu bewältigen. Ricardo und Friede kannten einige Boulder schon vom Vortag und waren super unterwegs. Unser Boulder-Mädel konnte mit 5 Tops und 4 Zonen richtig gut punkten und ich war mit 11 Tops auch zufrieden. Trotz der super Leistung hat uns die Volleyball-Niederlage in der Platzierung nur auf Platz 13. von 24 gebracht. Insgesamt top organisiert und durch viele Sponsoren jährlich ein super Event.Nun hab ich endlich eine Boulder-Bürste und Kletterequipment, was auf jedem Foto auffällt =)
Danke an den Rumtreiber fürs Sponsoring.
Ergebnisse Mannschaftswettkampf: Link
Veranstaltung: Link
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